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	<description>Das Forum für Schweizer Wirtschaftspolitik</description>
	<lastBuildDate>Mon, 07 May 2012 19:12:56 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Ghettos mit Seesicht</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 17:13:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marius Brülhart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Besteuerung]]></category>

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		<description><![CDATA[Marius Brülhart Wie unlängst im Batz aufgezeigt, hat sich der Anteil des reichsten Prozents am gesamten Schweizer Einkommenskuchen seit den siebziger Jahren kaum verändert. Und dennoch legt die Intensivierung der Verteilungs- oder Neid-Diskussion (je nach Standpunkt) auch hierzulande den Schluss &#8230; <a href="http://www.batz.ch/2012/05/ghettos-mit-seesicht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Marius Brülhart</em></p>
<p>Wie <a href="http://www.batz.ch/2012/04/land-der-begrenzten-ungleichheiten/">unlängst im Batz aufgezeigt</a>, hat sich der Anteil des reichsten Prozents am gesamten Schweizer Einkommenskuchen seit den siebziger Jahren kaum verändert. Und dennoch legt die Intensivierung der Verteilungs- oder Neid-Diskussion (je nach Standpunkt) auch hierzulande den Schluss nahe, dass die wahrgenommenen Interessen verschiedener Einkommensgruppen allmählich auseinanderdriften.</p>
<p>Eine mögliche Erklärung für dieses scheinbare Paradox könnte bei der geographischen Verteilung der Bevölkerungsschichten liegen. Je stärker sich einzelne Einkommensklassen in ihren jeweiligen „Ghettos“ zusammenfinden, desto weniger Berührungspunkte ergeben sich zwischen ihnen &#8211; sei es über Schulen, Vereine, lokalpolitische Zusammenarbeit oder ganz einfach beim Samstagseinkauf.</p>
<p>Aus diesem Anlass haben wir die räumliche Verteilung des jeweils obersten Einkommensprozents aller Steuerzahler von 2008 mit derjenigen der Steuerperiode 1973-74 verglichen. (Die anonymisierten Individualdaten der direkten Bundessteuer machen’s möglich &#8211; mein Dank gilt wiederum der <a href="http://www.estv.admin.ch/org/00046/00066/index.html?lang=de">ESTV</a> wie auch meinen Mitarbeitern Stefanie Brilon und Raphaël Parchet.)</p>
<p>Die grün gefärbten Bezirke auf unserer Schweizerkarte beherbergten im Jahr 2008 einen überdurchschnittlichen Anteil an „Top-1%“-Steuerzahlern, während die rosa und roten Bezirke unterdurchschnittlich mit derartigen Einwohnern bestückt waren. Das Resultat dürfte niemanden überraschen: 38% der „Top-1%“-Steuerzahler wohnen im Raum Zürich-Innerschweiz und 23% um den Genfersee. Ziemlich abgeschlagen folgen der Raum Basel (6%) und das Tessin (5%), plus ein paar Nobelorte in den Bergen und steuergünstige Ortschaften in der Ostschweiz.</p>
<p>Interessanter jedoch ist die Unterscheidung hell-dunkel: Die hellgrünen Bezirke sind seit den siebziger Jahren neu zu den überdurchschnittlich mit „Top-1%“-Steuerzahlern besiedelten Regionen gestossen, während die rosaroten Bezirke aus dieser Kategorie ausgeschieden sind.</p>
<p>Man sieht auf der Landkarte mehr Rosa als Hellgrün. Das deutet auf eine räumliche Ballung der „Top-1%“-Steuerzahler hin. Wenn man die Rechnung auf Gemeindestufe anstellt (was wir aus Datenschutzgründen nicht grafisch darstellen dürfen) findet man 416 „rosarote“ aber bloss 260 „hellgrüne“ Gemeinden. Die reichsten Haushalte konzentrieren sich also allmählich auf eine kleiner werdende Anzahl Wohnorte.</p>
<p>Zudem ist auf der Karte auch ein Trend weg vom Mittelland hin zu den Grossregionen Zürich-Innerschweiz und Genfersee zu erkennen. Der Anteil des Raums Zürich-Innerschweiz stieg von 30% in der Periode 1973-74 auf 38% im Jahr 2008, und derjenige des Genferseebogens wuchs im gleichen Zeitraum von 16% auf 23%. Den grössten Anstieg verzeichneten die Kantone Schwyz (von 1% auf 6%) und Waadt (von 8% auf 12%), während die stärksten Rückgänge in den Kantonen Bern (von 11 auf 5%) und Basel-Stadt (von 7 auf 3%) zu beobachten waren.</p>
<p>Das oberste Einkommensprozent orientiert sich offensichtlich immer mehr an den drei „S“: Stadtnähe (mit Flughafen), Seenähe und Steuerattraktivität. Letzterer Aspekt ist aus polit-ökonomischer Sicht besonders interessant, denn <a href="http://www.schmidheiny.name/research/wohnsitzwahl.pdf">Steuerunterschiede sind nicht nur Anlass sondern auch Folge der Wohnsitzwahl</a>.</p>
<p>Der Zusammenhang zwischen Steuerwettbewerb und der räumlichen Verteilung verschiedener Einkommensschichten ist daher eine der zentralen Forschungsfragen des <a href="http://www.hec.unil.ch/mbrulhar/SinergiaInfo.pdf">Nationalfonds-Projektes</a>, in dessen Rahmen wir diese Daten analysieren. Resultate dereinst auf diesem Blog&#8230;</p>
<p><a href="http://www.batz.ch/wp-content/uploads/2012_05_07.png" rel="lightbox[4703]" title="Wo wohnt das oberste Prozent der Steuerzahler in der Schweiz"><img class="aligncenter size-full wp-image-4704" title="Wo wohnt das oberste Prozent der Steuerzahler in der Schweiz" src="http://www.batz.ch/wp-content/uploads/2012_05_07.png" alt="" width="1011" height="641" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wahlanalyse: Das Schulden-Einmaleins</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 08:31:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Urs Birchler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzmärkte]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentliche Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsschulden]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen und Abstimmungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wahlresultate in Frankreich und Griechenland, so meldet beispielsweise der Tagesanzeiger seien ein Votum &#8220;gegen den rigiden Sparkurs Europas, wie ihn Deutschland seinen Partnern aufgezwungen hat&#8221;. Wofür aber stimmt man, wenn man gegen das Sparen stimmt? Ein Staat kann mit &#8230; <a href="http://www.batz.ch/2012/05/das-schulden-einmaleins/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wahlresultate in Frankreich und Griechenland, so meldet beispielsweise der <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Europa-lehnt-sich-gegen-das-Spardiktat-auf/story/29528744">Tagesanzeiger</a> seien ein Votum &#8220;gegen den rigiden Sparkurs Europas, wie ihn Deutschland seinen Partnern aufgezwungen hat&#8221;. Wofür aber stimmt man, wenn man gegen das Sparen stimmt?</p>
<p>Ein Staat kann mit seinen Schulden auf vier [korr.] Arten umgehen:</p>
<ol>
<li>sie mit eigenem (gespartem) Geld zurückzahlen,</li>
<li>sie mit neu geborgtem Geld zurückzahlen (refinanzieren),</li>
<li>sie mit neu gedrucktem Geld (d.h. real nur teilweise) &#8220;zurückzahlen&#8221;,</li>
<li>sie nicht zurückzahlen (Bankrott erklären).</li>
</ol>
<p>Nun ist also Variante 1 politisch &#8220;out&#8221;. Variante 2 geht aber nur, wenn jemand neues Geld zur Verfügung stellt. Wer soll aber Geld geben, wenn der Schuldner das Sparen ausdrücklich ablehnt. Also ist Variante 2 auch out. Variante 3 ist im europäischen Verbund auch out, da die einzelnen Staaten kein Geld mehr drucken können (für die EZB lassen wir für einmal die Unschuldsvermutung gelten). Damit bleibt als einzige die Variante 4, der offene Staatsbankrott. </p>
<p>Man wird ja wohl noch für den Staatsbankrott stimmen dürfen!? Gewiss, nur hätte ich dann wohl nicht noch den <em>culot</em>, die Finanzmärkte und die Deutschen anzuschwärzen, wenn sie die Botschaft verstehen und nichts mehr geben.</p>
<p>P.S.: Die Baron-von-Münchhausen-Variante, wonach der bankrotte Staat mit noch mehr Ausgaben jenes Wirtschaftswachstum erzeugt, das dank zusätzlicher Steuern die Ausgaben finanziert, lasse ich dort, wo sie hingehört &#8212; im Märchenbuch.</p>
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		<title>Man soll nicht das Kind mit dem Bad ausschütten: Lehren aus der Finanz- und Wirtschaftskrise für die Volkswirtschaftslehre</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 19:57:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gebhard Kirchgässner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Gebhard Kirchgässner In seinem neusten Beitrag schreibt Gebhard Kirchgässner, welche Lehren aus der Finanz- und Wirtschaftskrise für die Volkswirtschaftslehre gezogen werden können, wo es Fehler gegeben hat und was dennoch vom ökonomischen Ansatz bleibt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Gebhard Kirchgässner</em></p>
<p>In seinem neusten <a href="http://www.batz.ch/wp-content/uploads/Krise-der-VWL_Gebhard_Kirchgaessner.pdf">Beitrag</a> schreibt Gebhard Kirchgässner, welche Lehren aus der Finanz- und Wirtschaftskrise für die Volkswirtschaftslehre gezogen werden können, wo es Fehler gegeben hat und was dennoch vom ökonomischen Ansatz bleibt.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.batz.ch%2F2012%2F04%2Fman-soll-nicht-das-kind-mit-dem-bad-ausschutten-lehren-aus-der-finanz-und-wirtschaftskrise-fur-die-volkswirtschaftslehre%2F&amp;title=Man%20soll%20nicht%20das%20Kind%20mit%20dem%20Bad%20aussch%C3%BCtten%3A%20Lehren%20aus%20der%20Finanz-%20und%20Wirtschaftskrise%20f%C3%BCr%20die%20Volkswirtschaftslehre" id="wpa2a_6">Empfehlen / Bookmark</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>SBB umgefragt</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 13:34:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Monika Bütler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich per email die Einladung erhalten, an einer Umfrage unter GA Abonnenten teilzunehmen. Die teilweise absurden Fragen erinnerten mich an eine andere (telefonische) SBB Befragung, die ich vor ein paar Jahren aufzeichnete. &#8220;.. Wir machen Sie darauf aufmerksam, &#8230; <a href="http://www.batz.ch/2012/04/sbb-umgefragt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich per email die Einladung erhalten, an einer Umfrage unter GA Abonnenten teilzunehmen. Die teilweise absurden Fragen erinnerten mich an eine andere (telefonische) SBB Befragung, die ich vor ein paar Jahren aufzeichnete.</p>
<p>&#8220;.. Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass 5% der Anrufe zu Ausbildungszwecken aufgenommen werden…&#8221;. Dann Frage nach den Personalien usw.</p>
<p> &#8220;Mit welchem Fahrausweis reisen Sie meistens?&#8221;</p>
<p><em>&#8220;mit einem Generalabonnement der SBB&#8221;</em></p>
<p>&#8220;Benutzen Sie auch andere Fahrkarten wie Einzel- und Mehrfachkarten?&#8221;</p>
<p><em>&#8220;neben einem GA? Natürlich nicht&#8221;</em></p>
<p>&#8220;Besitzen Sie ein Halbtagsabonnement&#8221;</p>
<p><em>&#8220;Natürlich nicht&#8221;</em></p>
<p>&#8220;Wir stellen Ihnen nun einige Fragen zu von Ihnen unternommenen Fahrten in den letzten 4 Wochen. … Haben Sie in dieser Zeit eine Geschäftsreise unternommen? Wenn ja, von wann bis wann und wohin?&#8221;</p>
<p><em>&#8220;Ja, vom 4. bis 6. November nach Tilburg, Niederlande&#8221;</em></p>
<p>(im Rahmen einer Folgefrage zum Arbeitsweg) &#8220;Dann haben Sie also letzte Woche von Dienstag bis Donnerstag nicht gearbeitet?&#8221;</p>
<p>etwas später:</p>
<p>&#8220;Haben Sie in den letzten 4 Wochen eine Ferienreise unternommen?&#8221;</p>
<p><em>&#8220;Ja, von Zürich nach Lugano, am 15. Oktober&#8221;</em></p>
<p>&#8220;Wie viele km sind das?&#8221;</p>
<p><em>&#8220;etwa 200, aber das sollten Sie als Befragerin im Auftrage der SBB doch selber wissen&#8221;</em></p>
<p>&#8220;aha, 225km, wann genau sind Sie in Zürich abgefahren?&#8221;</p>
<p><em>&#8220;Das weiss ich nicht mehr &#8220;</em></p>
<p>&#8220;Sie wissen also nicht mehr genau, wann Sie abgefahren sind?&#8221;</p>
<p><em>&#8220;Nein. … Haben Sie denn keinen Eintrag &#8220;weiss nicht&#8221;?</em></p>
<p>&#8220;Nein&#8221;</p>
<p><em>&#8220;Dann schreiben Sie doch einfach 1 Uhr&#8221;</em></p>
<p>&#8220;Nein das geht nicht, wir müssen dies eben genau wissen und darum macht es keinen Sinn, mit Ihnen das Interview weiterzuführen. Ich kann nicht irgend etwas einfach etwas einfüllen, sonst kriege ich Schwierigkeiten.&#8221;</p>
<p><em>&#8220;Und Sie kriegen keine Schwierigkeiten, wenn Sie das Interview wegen einer </em><em>komplett unwichtigen unvollständigen Information nicht weiterführen?&#8221;</em></p>
<p>&#8220;Nein, es ist eben sehr wichtig, diese Daten genau zu erheben zu können und so brechen wir das Interview hier ab.&#8221;</p>
<p> In der verzweifelten Hoffnung, das Gespräch werde tatsächlich aufgenommen, habe ich der Dame dann noch versucht zu erklären, weshalb diese Umfrage wohl kaum geeignet ist, verlässliche Infos zu Benutzung von ÖV zu liefern.</p>
<p>Auf solchen Informationen basieren dann wohl Strategieentscheidungen der SBB.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.batz.ch%2F2012%2F04%2Fsbb-umgefragt%2F&amp;title=SBB%20umgefragt" id="wpa2a_8">Empfehlen / Bookmark</a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Sarkozy verkauft?</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 07:19:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Urs Birchler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzmärkte]]></category>
		<category><![CDATA[Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen und Abstimmungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Urs Birchler Heute spare ich Zeit. Anstatt Interviews zu lesen, Prozentzahlen zu addieren und Umfrageresultate zu lesen, genügt ein Blick auf die Märkte. Der Prognosemarkt Intrade bewertet die Chancen von Nicolas Sarkozy, als Präsident wiedergewählt zu werden, auf ganze 21 &#8230; <a href="http://www.batz.ch/2012/04/sarkozy-verkauft/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Urs Birchler</em></p>
<p>Heute spare ich Zeit. Anstatt Interviews zu lesen, Prozentzahlen zu addieren und Umfrageresultate zu lesen, genügt ein Blick auf die Märkte. Der Prognosemarkt <a href="http://www.intrade.com/v4/markets/contract/?contractId=749535#">Intrade</a> bewertet die Chancen von Nicolas Sarkozy, als Präsident wiedergewählt zu werden, auf ganze 21 Prozent. &#8220;Les jeux sont faits&#8221;, scheint es. Und übrigens: Die Märkte wussten es schon die ganze Zeit; Sarkozy war schon letzte Woche verkauft.</p>
<p>Weil der (Prognose-)Markt schon letzte Woche Bescheid wusste, reagierte der (Aktien-)Markt heute morgen auf die Resultate der ersten Wahlrunde  milde (Stand 09:15): Die Pariser Börse (CAC40) eröffnete mit -1.30%. Grösster Gewinner &#8220;am Morgen danach&#8221; ist der Joghurt-Konzern Danone; grösster Verlierer der Rüstungskonzern EADS. Müesli statt Krieg?</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.batz.ch%2F2012%2F04%2Fsarkozy-verkauft%2F&amp;title=Sarkozy%20verkauft%3F" id="wpa2a_10">Empfehlen / Bookmark</a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mehr Skepsis beim Lesen von Statistiken (Kolumne NZZaS)</title>
		<link>http://www.batz.ch/2012/04/mehr-skepsis-beim-lesen-von-statistiken-kolumne-nzzas/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=mehr-skepsis-beim-lesen-von-statistiken-kolumne-nzzas</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 12:28:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Monika Bütler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anreize]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Besteuerung]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne NZZ am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Sicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[„Chabis!“, riefen die Bauern vor Jahren, als die Statistiker beim Gemüse eine hartnäckige Teuerung errechneten. Sie hatten Recht. Wenn eine Gurke im Sommer einen Franken, im Winter zwei, im folgenden Sommer wieder einen Franken kostet, hat sich im Endeffekt nichts &#8230; <a href="http://www.batz.ch/2012/04/mehr-skepsis-beim-lesen-von-statistiken-kolumne-nzzas/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Chabis!“, riefen die Bauern vor Jahren, als die Statistiker beim Gemüse eine hartnäckige Teuerung errechneten. Sie hatten Recht. Wenn eine Gurke im Sommer einen Franken, im Winter zwei, im folgenden Sommer wieder einen Franken kostet, hat sich im Endeffekt nichts geändert. Die im Durchschnitt von Sommer und Winter gemessene Teuerung beträgt gleichwohl 25 Prozent! Im Winter plus 100%, im Sommer minus 50% – gibt im Schnitt 50% durch 2.<br />
Was die Bauern nicht gefressen haben, wird uns fast täglich von neuem aufgetischt: Statistische Basis-Tricks. Der Magier lenkt unseren Blick auf den Zähler, um davon abzulenken, dass im Nenner etwas faul ist. Beispiel: Der Reingewinn der Migros „brach um über 20 Prozent ein“. Dass die arme Migros 2011 immer noch 650 Millionen verdiente und damit den Rekordgewinn vom Vorjahr zu mehr als drei Vierteln erreichte, bleibt dem Leser verborgen. Der Trick gelingt hier gleich in doppelter Ausführung: Der Gewinn als Bezugsgrösse (im Nenner) ist selbst schon eine Differenz. Das Resultat (der Gewinnrückgang im Zähler) scheint damit gross und ist im Jahr nach einem Rekordgewinn zwangsläufig eine negative Zahl.<br />
Statistische Basistricks gehören zum Werkzeugkasten vieler Studien, insbesondere solcher mit politischen Zielen. Genauso wie Zuspitzungen, Ausblendungen und schräge (internationale) Quervergleiche. Die mitgelieferte Brille bestimmt mit, welche Aussagen wie wahrgenommen werden.<br />
Auch die kürzlich erschienene Studie von economiesuisse wandte Basistricks an. Damit sollte eine massive steuerliche Entlastung niedrigerer Einkommen in den letzten 20 Jahren belegt werden. Die gewählte Prozent-von-Prozent-Brille vergrössert Veränderungen bei kleinen Einkommen stark. Wird ein Abzug um 1000 Franken erhöht (z.Bsp. für Krankenversicherungen) so sinkt die prozentuale Steuerbelastung bei einem steuerbaren Einkommen von 30‘000 Franken um 8%, aber nur um 0.8% bei 200‘000 Franken. Profitieren am Ende doch die Kleinen von den Abzügen? In Frankenbeträgen sehen die Ersparnisse anders aus: 100 Franken für die Kleinen, 350 Franken für die Grossen.<br />
Die politische Gegenseite ist allerdings auch nicht zimperlich. Für die Berechnung der schweizerischen Vermögensverteilung blieben die für den Mittelstand anteilsmässig gewichtigen Pensionskassenvermögen unberücksichtigt. Die so gemessene Vermögensverteilung der Schweiz ist damit ähnlich „ungleich“ wie in Namibia. Nicht in den Studien erwähnt wurde, dass dies auch für Schweden gilt. Sowohl in der Schweiz wie in Schweden sorgen ausgebaute Sozialversicherungen dafür, dass der Mittelstand auch ohne zusätzliche Vorsorge gut abgesichert ist.<br />
Schade – die Diskussion um die richtige Wirtschafts- und Sozialpolitik ist wichtig. Leider ist das Echo auf objektivere Beiträge gering. Mein Kollege Marius Brülhart zeigte, dass sich die Schere zwischen hohen und niedrigen Einkommen und Vermögen in den Jahren vor der Finanzkrise in der Schweiz zwar leicht öffnete. Trotzdem sind die Verteilungen heute gleichmässiger als in den 1970er Jahren, die Veränderungen sind weit geringer als in anderen Ländern. Das zunehmende Wohlstandgefälle der Linken gehört also ins selbe Märchenland wie die grosse Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen von economiesuisse.<br />
Dass verschiedene (Interessen-)Gruppen die Zuspitzung oder Ausblendung für ihre Zwecke verwenden, ist ja nichts Neues. Viele Täuschungsmanöver beruhen aber auf dem Basis-Trick und wären deshalb ebenso leicht zu erkennen, wie der Wolf an seiner schwarzen Pfote. Nur leider scheint es attraktiver, eine statistische Legende zu erfinden oder zu verbreiten als eine zu entlarven. So geistert das Bild der Schweiz als Drittweltland in bezug auf die Vermögensverteilung noch immer herum. Ist Skepsis zu langweilig? Oder liegt es daran, dass die meisten von uns keine Bauern mehr sind, die noch merken: Chabis!</p>
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		<title>Wechselkursampel: grün mit gelbem Blinklicht</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 07:27:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Urs Birchler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Notenbanken]]></category>
		<category><![CDATA[SNB]]></category>
		<category><![CDATA[Wechselkurse]]></category>

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		<description><![CDATA[Urs Birchler Die neuesten Zahlen, die die SNB dem IMF liefert, deuten darauf hin, dass die Märkte nach wie vor an die Wechselkursgrenze von 1.20 zum Euro, bzw. an den Willen der SNB zu deren Verteidigung glauben, dass dieser Glaube &#8230; <a href="http://www.batz.ch/2012/04/wechselkursampel-grun-mit-gelbem-blinklicht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Urs Birchler</em></p>
<p>Die neuesten Zahlen, die die SNB dem IMF liefert, deuten darauf hin, dass die Märkte nach wie vor an die Wechselkursgrenze von 1.20 zum Euro, bzw. an den Willen der SNB zu deren Verteidigung glauben, dass dieser Glaube aber auch nicht überstrapaziert werden darf. Im März lagen die gemeldeten Währungsreserven noch komfortabel unter dem Niveau vom vergangenen August, d.h. kurz vor der Einführung der Wechselkursgrenze. Gleichzeitig übertrafen sie zum ersten Mal im laufenden Jahr den Vormonatsstand (Ende Februar). Die Zunahme um 4,5 Prozent liegt wohl im Streubereich. Wer aus der Zunahme schliesst, eine Anhebung der Wechselkursgrenze wäre eine schlechte Idee und die Ernennung eines Präsidenten eine gute (siehe Eintrag von gestern), dürfte dennoch nicht ganz falsch liegen.</p>
<p>Währungsreserven der SNB (gemäss IMF data dissemination standard; Monatsenden in Mio. CHF:</p>
<p>237&#8217;454 Mar 2012<br />
227&#8217;230 Feb 2012<br />
227’212 Jan 2012<br />
254’254 Dez 2011<br />
229’278 Nov 2011<br />
245’036 Oct 2011<br />
282’352 Sep 2011<br />
253’351 Aug 2011</p>
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		<title>Bundesrätliche Ladehemmung</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 13:21:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Urs Birchler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Notenbanken]]></category>
		<category><![CDATA[Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[SNB]]></category>

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		<description><![CDATA[Urs Birchler Wird die Nationalbank ihre Generalversammlung am 27. April ohne gewählten Präsidenten abhalten müssen? Dessen Amt bliebe damit seit bald vier Monaten verwaist. Das ist zwar noch kein Weltrekord: In Indonesien blieb der Sitz des Gouverneurs während neun Monaten &#8230; <a href="http://www.batz.ch/2012/04/bundesratliche-ladehemmung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Urs Birchler</em></p>
<p>Wird die Nationalbank ihre Generalversammlung am 27. April ohne gewählten Präsidenten abhalten müssen? Dessen Amt bliebe damit seit bald vier Monaten verwaist. Das ist zwar noch kein Weltrekord: In Indonesien blieb der Sitz des Gouverneurs während <a href="http://www.indonesianstockmarket.com/idx/darmin-nasution-approved-as-central-bank-governor/">neun Monaten</a> vakant; in Pakistan 2010 und während <a href="http://www.sbp.org.pk/about/governors/past.htm">drei Monaten</a> (2010) und <a href="http://www.sbp.org.pk/about/governors/index.htm">einem Monat</a> (2011). Aber es ist auch kein gutes Zeichen.</p>
<p>Zuständig für die Ernennung des Präsidenten des Direktoriums der Nationalbank ist gemäss Nationalbankgesetz (<a href="http://www.admin.ch/ch/d/sr/951_11/a43.html">Art. 43</a>) der Bundesrat &#8212; und zwar <em>nicht</em> auf Empfehlung des Bankrates. Eine Empfehlung des Bankrates ist nur notwendig zur Wahl ins Direktorium (Art. 34 Abs. 2); welches Mitglied des Direktoriums dann Präsident oder Vizepräsident wird, liegt allein in der Kompetenz des Bundesrates (Art. 34 Abs. 2).</p>
<p>Dass es ein Schildbürgerstreich wäre, dem amtierenden Vizepräsidenten Thomas Jordan einen Externen vor die Nase zu setzten, scheint unbestritten. Warum dann Thomas Jordan mit der provisorischen Zwei auf dem Rücken die GV leiten lassen? Glaubt am Ende jemand, ihn weichklopfen zu müssen? Anders kann ich mir die Ladehemmung im Bundeshaus beim besten Willen nicht erklären. In Zeiten, wo die einen von Wechselkursen von 1.40 zum Euro schwärmen, während die Nationalbank täglich dem lieben Gott danken muss, wenn sie mit 1.20 über die Runden kommt, scheint es vielleicht attraktiv, den Bewerber fürs Präsidium noch etwas zu grillieren. Ob es klug ist, ist eine andere Frage.</p>
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		<title>Steuerbelastung inflationsbereinigt</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 07:38:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Monika Bütler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Monika Bütler Mein Kollege Beat Hintermann von der Uni Basel und seine Mitarbeiterin Anja Roth haben sich die Mühe gemacht, die Steuerbelastungen für vier Einkommensgruppen für die Jahre 1990 und 2010 zu berechnen &#8211; INFLATIONSBEREINIGT (von 2010 zurückgerechnet). Nicht berücksichtigt &#8230; <a href="http://www.batz.ch/2012/04/steuerbelastung-inflationsbereinigt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Monika Bütler</em></p>
<p>Mein Kollege <a title="Beat Hintermann" href="http://wwz.unibas.ch/personen/profil/person/hintermann/" target="_blank">Beat Hintermann</a> von der Uni Basel und seine Mitarbeiterin Anja Roth haben sich die Mühe gemacht, die Steuerbelastungen für vier Einkommensgruppen für die Jahre 1990 und 2010 zu berechnen &#8211; INFLATIONSBEREINIGT (von 2010 zurückgerechnet). Nicht berücksichtigt ist die Reallohnentwicklung. Wer heute 50&#8217;000 Franken verdient, ist in der Einkommensverteilung weiter unten als jemand der im Jahre 1990 inflationsbereinigt denselben Lohn hatte. Beat Hintermann und Anja Roth haben  drei Grafiken gemacht: Änderung der Steuerbelastung in Franken, in Prozentpunkten und in Prozenten (*).</p>
<p>Die Zahlen zur <a href="http://www.batz.ch/wp-content/uploads/Steuerentwicklung-1990-2010.pdf">Steuerentwicklung 1990-2010</a> bestätigen, was ich <a title="Leidet economiesuisse unter Geldillusion? (Fortsetzung)" href="http://www.batz.ch/2012/04/leidet-economiesuisse-unter-geldillusion-fortsetzung/" target="_blank">bereits vermutet hatte</a>:<br />
a) Die unteren Einkommen wurden tatsächlich entlastet. Allerdings sind die Entlastungen geldwertig klein. 31 Prozent entsprechen gerade einmal 1.6 Prozentpunkten oder circa 800 Franken.<br />
b) Die mittleren Einkommen wurden nur wenig entlastet.<br />
c) Die höheren Einkommen wurden tendenziell eher mehr entlastet als die mittleren.</p>
<p>Es zeigt sich allerdings auch eine riesige <a href="http://www.batz.ch/wp-content/uploads/Steuerentwicklung-Kantone.pdf">Heterogenität zwischen den Kantonen</a>. Gewisse Kantone haben sowohl niedrige wie auch höhere Einkommen steuerlich entlastet. In einigen änderte sich nichts (Zürich),  andere erhöhten die Steuern in allen Einkommensgruppen.</p>
<p>PS (*): Die Veränderungen in Prozent von Prozent anzugeben, macht eigentlich überhaupt keinen Sinn. Wenn die Steuerbelastung von 2% auf 1% zurückgeht, so würde dies eine 50% Steuerreduktion bedeuten, auch wenn die Beiträge nur klein sind.</p>
<p><span style="font-family: sans-serif; font-size: x-small;"><br style="font-family: sans-serif; font-size: x-small;" /></span></p>
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		<title>Leidet economiesuisse unter Geldillusion? (Fortsetzung)</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 15:05:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Monika Bütler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[ Monika Bütler und Christian Marti Wir haben versucht, den Einfluss der Teuerung auf die Analyse der Steuersenkungen pro Einkommensgruppe in der Studie von economiesuisse herauszurechnen. Dies unter den Annahmen, dass es keine grundsätzlichen Änderungen am Steuersystem gab in den 20 &#8230; <a href="http://www.batz.ch/2012/04/leidet-economiesuisse-unter-geldillusion-fortsetzung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> Monika Bütler und Christian Marti</em></p>
<p>Wir haben versucht, den Einfluss der Teuerung auf die Analyse der Steuersenkungen pro Einkommensgruppe in der Studie von <a href="http://www.economiesuisse.ch/de/PDF%20Download%20Files/dp07_Steuersysteme_web.pdf">economiesuisse</a> herauszurechnen. Dies unter den Annahmen, dass es keine grundsätzlichen Änderungen am Steuersystem gab in den 20 Jahren und dass die kalte Progression ausgeglichen wurde. Die Graphik finden Sie <a href="http://www.batz.ch/wp-content/uploads/Kalte-Regression.pdf">hier</a> für die Stadt Zürich.</p>
<p>Lesebeispiel: Bei einem Einkommen von 60‘000 Franken im Jahre 2010 hätte economiesuisse alleine aufgrund der Teuerung eine Steuerreduktion von 40% für Verheiratete mit 2 Kindern, 32% für Verheiratete ohne Kinder und 23% für Alleinstehende gefunden. Die Spalten für 30‘000 respektive 40‘000 Franken für Verheiratete mit Kindern fehlen, da diese Gruppen so wenig Steuern zahlen, dass ein Vergleich ohnehin sinnlos ist – umso mehr, wenn es um prozentuale Veränderungen geht.  </p>
<p>Grosszügig interpretiert kann der Rest der von economiesuisse gefundenen Steuerreduktionen in Grafik 4 als effektive reale Steuersenkungen interpretiert werden. Bei einem Einkommen von 60‘000 Franken wären dies 32% für Verheiratete mit Kindern, 16% für Verheiratete ohne Kinder und 5% für Alleinstehende: In Frankenbeträgen rund 500 Franken für Verheiratete mit und ohne Kinder, 250 Franken für Alleinstehende. Pro Jahr.</p>
<p>Allerdings ist bei dieser grosszügigen Interpretation Vorsicht am Platz. Erstens natürlich aus Datengründen. Wir haben den Effekt nur für die Stadt Zürich gemessen, und die Art der Berücksichtigung der Abzüge führt schnell einmal zu geldmässig kleinen, prozentuell aber grossen Abweichungen. Zweitens gab es in den letzten 20 Jahren auch real Einkommenszuwächse, welche die relative Position der Steuerzahler in der Verteilung beeinflussen.  Oder anders gesagt: Selbst wenn es keine Teuerung gegeben hätte, wäre jemand mit 60‘000 Franken Einkommen heute relativ gesehen ärmer als jemand mit einem Einkommen von 60‘000 Franken Einkommen vor 20 Jahren.</p>
<p>Wir teilen durchaus die Meinung von economiesuisse, dass „gewöhnliche“ Bürger von Steuersenkungen ebenfalls profitiert haben könnten, dies allerdings in weit geringerem Ausmass als economiesuisse uns weismachen will. Auch die Millionäre haben über den Teuerungseffekt hinaus von Steuersenkungen im Ausmass von rund 7% profitiert (oder rund 25‘000 Franken pro Jahr, auch diese Zahl ohne Gewähr). Einzige Gruppe, die nicht von realen Steuersenkungen profitiert zu haben scheint, ist der obere Mittelstand (+- 200‘000 Franken Bruttoeinkommen). Vielleicht täuschen wir uns hier. Auf jeden Fall liefert der economiesuisse Bericht keine Evidenz zu den wirklichen Nutzniessern der Steuersenkungen. Schade.</p>
<p>PS: Da die Teuerung nicht berücksichtigt wurde, ist auch die Grafik 5 im economiesuisse Bericht falsch – sie sagt absolut nichts über die Veränderung der Progression aus.</p>
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