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	<title>Batz &#187; Allgemein</title>
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	<description>Das Forum für Schweizer Wirtschaftspolitik</description>
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		<title>Gier gegen Fairness</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 10:10:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Urs Birchler und René Hegglin
Es sieht aus, als spiele Gott gegen den Teufel. Stellen Sie sich vor: Sie dürfen mit einem unbekannten Gegenüber 100&#8242;150 Britische Pfund teilen. Einziger Haken: Beide müssen in geheimer Abstimmung wählen zwischen &#8220;Teilen&#8221; und &#8220;Stehlen&#8221;. Wenn beide teilen, wird 50:50 geteilt. Wählt einer &#8220;Stehlen&#8221;, der andere &#8220;Teilen&#8221;, geht die ganze Summe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Urs Birchler und René Hegglin</em></p>
<p>Es sieht aus, als spiele Gott gegen den Teufel. Stellen Sie sich vor: Sie dürfen mit einem unbekannten Gegenüber 100&#8242;150 Britische Pfund teilen. Einziger Haken: Beide müssen in geheimer Abstimmung wählen zwischen &#8220;Teilen&#8221; und &#8220;Stehlen&#8221;. Wenn beide teilen, wird 50:50 geteilt. Wählt einer &#8220;Stehlen&#8221;, der andere &#8220;Teilen&#8221;, geht die ganze Summe an den Stehlenden, der andere geht leer aus. Wollen beide Stehlen, gehen beide leer aus. Zur Veranschaulichung die Auszahlungmatrix.</p>
<p><a href="http://www.batz.ch/wp-content/uploads/payoff_golden_balls2.png"><img class="size-full wp-image-1621 alignright" title="payoff_golden_balls2" src="http://www.batz.ch/wp-content/uploads/payoff_golden_balls2.png" alt="" width="300" height="267" /></a>Dieses üble Spiel existiert. In der Schlussrunde des  britisches Fernsehquiz &#8220;Golden Balls&#8221; kämpfen die beiden Gegner mit Teilen oder Stehlen um den Jackpot. Wir empfehlen dringend eine <a href="http://www.youtube.com/watch?v=p3Uos2fzIJ0" target="_blank">Kostprobe</a>. Hintergrundinformationen finden sich in <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Golden_Balls#External_links" target="_blank">Wikipedia</a>.</p>
<p>Raten, wer kooperiert und wer stiehlt? Die <a href="http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1592456" target="_blank">empirische Analyse</a> ergibt kaum Unterschiede im Verhalten zwischen Mann und Frau, Stadt und Land, Schwarz und Weiss, etc. Frauen sind jung etwas kooperativer, Männer eher mit dem Alter. &#8220;Gentleman-Effekte&#8221; (Männer kooperieren mit Frauen) sind kaum feststellbar (wir schämen uns). Am traurigsten: Je höher die Beträge, desto eher wird gestohlen.</p>
<p>Das Spiel existiert auch im richtigen Leben. Ökonomen kennen es als Gefangenen-Dilemma. Es zeigt, dass Gier nicht unbedingt eine menschliche Schwäche ist, sondern in der strategischen Ausgangslage angelegt sein kann, in einem Spiel, in dem der Teufel von Anbeginn die besseren Karten hat als der liebe Gott.</p>
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		<title>Best of Batz</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 12:33:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Urs Birchler
Wie Lukas im vorangegangenen Eintrag gemeldet hat, feierten wir den hundertsten Batz-Beitrag. Grund, kurz innezuhalten und zu fragen: Welche der hundert Artikel sind im nachhinein noch lesenswert? Die richtige Antwort ist: (fast) alle. Dennoch haben wir die magische Zahl von sieben Artikeln herausgepickt, die uns &#8212; jeder auf seine Art &#8212; irgendwie besonders scheinen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Urs Birchler</em></p>
<p>Wie Lukas im vorangegangenen Eintrag gemeldet hat, feierten wir den hundertsten Batz-Beitrag. Grund, kurz innezuhalten und zu fragen: Welche der hundert Artikel sind im nachhinein noch lesenswert? Die richtige Antwort ist: (fast) alle. Dennoch haben wir die magische Zahl von sieben Artikeln herausgepickt, die uns &#8212; jeder auf seine Art &#8212; irgendwie besonders scheinen. Die Auswahl ist hochgradig subjektiv und nicht als Qualitätsurteil gemeint. Ausgewählt wurden (in chronologischer Reihenfolge):</p>
<p><strong>Der Erste</strong> (Urs Birchler, 1. Januar): <a href="http://www.batz.ch/2010/01/daumendrucken-fur-philipp-hildebrand/" target="_blank">&#8220;Daumendrücken für Philipp Hildebrand&#8221;</a> für die prophetische Aussage: &#8220;Bisher ging es darum, die Reputation in der Geldpolitik nicht aufs Spiel zu setzen mit einem Misserfolg in der Finanzmarktstabilität. In nächster Zukunft liegt die Sache genau umgekehrt. Die SNB darf sich keinen Fehler in der Geldpolitik leisten, um ihre Reputation in der Finanzmarktstabilität nicht zu gefährden.&#8221;</p>
<p><strong>Der Feinste</strong> (Monika Bütler, 9. März): <a href="http://www.batz.ch/2010/03/des-guten-zuviel/" target="_blank">&#8220;Des Guten zuviel&#8221;</a> für die Sorgfalt, mit der die beiden Monikas zeigen, wie wir die Alten zum &#8220;Abzocken&#8221; zwingen. Positiv ausgedrückt: &#8220;Der transferierende Staat senkt die Zahl der wählbaren Lebensentwürfe&#8221;.</p>
<p><strong>Der Verzweifeltste</strong> (Monika Bütler, 11. März): <a href="http://www.batz.ch/2010/03/harter-fall-statt-hartefall/" target="_blank">&#8220;Harter Fall statt Härtefall&#8221;</a> für den beherzten Einsatz der polit-ökonomischen Ambulanz.</p>
<p><strong>Der &#8220;Nützlichste&#8221;</strong> (Monika Bütler, 9. April): <a href="http://www.batz.ch/2010/04/ein-studium-des-nutzens-von-nutzenstudien/" target="_blank">&#8220;Ein Studium des Nutzens von Nutzenstudien&#8221;</a> für den Kampf gegen unausrottbare Nutzlosigkeiten.</p>
<p><strong>Der Düsterste</strong> (Uwe Sunde, 15. Mai): <a href="http://www.batz.ch/2010/05/verschuldung-und-demographie-wann-werden-staatsanleihen-toxisch/" target="_blank">&#8220;Verschuldung und Demographie: Wann werden Staatsanleihen toxisch?&#8221;</a> für die nüchterne Darstellung der demo-fiskalischen Zeitbombe. Niemand soll sagen, die Ökonomen hätten nicht gewarnt.</p>
<p><strong>Der Aufrechteste</strong> (Gebhard Kirchgässner, 31. Mai): <a href="http://www.batz.ch/2010/05/der-funfer-und-das-weggli-zur-reform-der-besteuerung-des-privat-genutzten-wohneigentums/" target="_blank">&#8220;Der Fünfer und das Weggli: Zur Reform der Besteuerung des privat genutzten Grundeigentums&#8221;</a> für die Lanze im Kampf gegen die Windmühlen der Subventionierung der Hauseigentümer. </p>
<p><strong>Der Meistzitierte</strong> (Marius Brülhart, 3. Juli): <a href="http://www.batz.ch/2010/07/imaginarer-steuerwettbewerb/" target="_blank">&#8220;Imaginärer Steuerwettbewerb&#8221;</a> für den mustergültigen Einsatz ökonomischer Analyse zur Abwehr politischen Aberglaubens.</p>
<p>Wir danken an dieser Stelle nicht nur allen Autoren für die anregenden Beiträge, sondern auch den Lesern für die zahlreichen ermunternden Rückmeldungen. Wir freuen uns, den Batz(en) weiter rollen zu lassen. </p>
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		<title>Wie trostlos sind wir?</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 23:08:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LukasS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Lukas Schwank
Ein Artikel in der Financial Times diskutiert die Nachfolge von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Wie lautet das Anforderungsprofil für den neuen Zentralbankchef? Braucht es einen Ökonomen mit akademischem Hintergrund wie FED-Chef Ben Bernanke, jemand Fachfremdes (Mathematiker oder Physiker) oder einen Praktiker vertraut mit den politischen Mechanismen?
Interessant sind die Leserbriefe, die auf den Artikel folgten. Einer schlägt vor, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Lukas Schwank</em></p>
<p>Ein <a title="Artikel FT" href="http://www.batz.ch/wp-content/uploads/FT.pdf" target="_blank">Artikel in der Financial Times</a> diskutiert die Nachfolge von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Wie lautet das Anforderungsprofil für den neuen Zentralbankchef? Braucht es einen Ökonomen mit akademischem Hintergrund wie FED-Chef Ben Bernanke, jemand Fachfremdes (Mathematiker oder Physiker) oder einen Praktiker vertraut mit den politischen Mechanismen?</p>
<p>Interessant sind die <a title="Leserbriefe FT" href="http://www.batz.ch/wp-content/uploads/FT-Leserbriefe.pdf" target="_blank">Leserbriefe</a>, die auf den Artikel folgten. Einer schlägt vor, dass die Volkswirtschaftslehre von der Physik übernommen werden sollte. Ein zweiter sagt, der Ausdruck „dismal science“ sei ein Oxymoron. Unser Fach sei zwar „dismal“ (trostlos), aber keine (exakte) Wissenschaft. Ein (aristotelischer) Philosoph soll die Volkswirtschaftslehre leiten. Der Letzte antwortet: Wir Ökonomen bräuchten weder einen Physiker noch einen Philosophen, sondern einen …Psychiater: „…he would not only bring a much needed knowledge of human behaviour to the dismal science but also be able to provide ongoing care to those who inhabit it.”</p>
<p>Dazu ein Buch mit dem Titel <a title="Marglin The dismal science" href="http://www.amazon.com/Dismal-Science-Economist-Undermines-Community/dp/0674047222/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1282085249&amp;sr=8-1" target="_blank">„The Dismal Science – How Thinking Like an Economist Undermines Community”</a>.</p>
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		<title>Tipps für die (ökonomische) Sommerlektüre</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 09:37:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LukasS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Lukas Schwank 
Der Hochsommer ist zwar vorbei, aber Batz präsentiert dennoch Tipps für die Sommerlektüre – über den ökonomischen Tellerrand hinaus.  Aktuelle Bücher fehlen – Rezensionen zu ihnen sind in anderen Medien zu finden und Nutzenmaximierer warten, bis die Taschenbuchausgabe erscheint – ausser bei wirklichen Trouvaillen (eine solche wäre z.B.  „This Time is Different“ von Reinhart [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Lukas Schwank </em></p>
<p>Der Hochsommer ist zwar vorbei, aber Batz präsentiert dennoch Tipps für die Sommerlektüre – über den ökonomischen Tellerrand hinaus.  Aktuelle Bücher fehlen – Rezensionen zu ihnen sind in anderen Medien zu finden und Nutzenmaximierer warten, bis die Taschenbuchausgabe erscheint – ausser bei wirklichen Trouvaillen (eine solche wäre z.B.  <a title="This time is different" href="http://www.amazon.com/This-Time-Different-Centuries-Financial/dp/0691142165/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1280999876&amp;sr=1-1" target="_blank">„This Time is Different“</a> von Reinhart &amp; Rogoff). Die Tipps sind unvollständig (es gibt zu viele gute Bücher). Bücher zur Finanzkrise brauchen einen speziellen Eintrag.</p>
<p><strong><a title="The holy grail of macroeconomics" href="http://www.amazon.com/Holy-Grail-Macroeconomics-Revised-Recession/dp/0470824948/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1280999942&amp;sr=1-1" target="_blank">„The Holy Grail of Macroeconomics – Lessons from Japan’s Great Recession“</a> von Richard C. Koo (2009):</strong></p>
<p>In Hochachtung zu den Batz-Gründern Monika Bütler und Urs Birchler, die ihre wohlverdienten Ferien im Land der aufgehenden Sonne verbringen. Koo analysiert Japan’s grosse Rezession (1990 – 2005), argumentiert, dass nicht strukturelle Probleme der japanischen Wirtschaft (Krugman), sondern Bilanzsummen-Ungleichgewichte Japan’s verlorenes Jahrzehnt erklären. Nach dem Preisturz am Aktien- und Immobilienmarkt investierten die Firmen trotz niedrigen (negativen) Realzinsen nicht, sondern zahlten ihre Schulden zurück, um ihre Bilanzsummen in Ordnung zu bringen. Er stellt Japan’s Situation in den Kontext der grossen Wirtschaftskrise der 1930er Jahre und zieht daraus Schlüsse für die derzeitige Finanzkrise.  Koo’s Plädoyer für den Einsatz von Fiskalpolitik ist aktuell in der Diskussion um Staatsverschuldung und Defizitfinanzierung.</p>
<p><strong><a title="The myth of the rational voter" href="http://www.amazon.com/Myth-Rational-Voter-Democracies-Policies/dp/0691138737/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1281000002&amp;sr=1-1" target="_blank">„The Myth of the Rational Voter – why democracies choose bad policies“</a> von Bryan Caplan (2007): </strong></p>
<p>Demokratie garantiert nicht die Annahme von Gesetzen, die im Interesse der gesamten Volkswirtschaft sind. Zwei Gründe sind Sonderinteressen von einflussreichen Gruppierungen (Lobbying) und die Unwissenheit der Wählerschaft. Caplan nennt einen dritten: Wähler sind nicht nur unwissend, sondern auch irrational. Sie verstehen die ökonomischen Grundprinzipien nicht. Weit verbreiteter Irrglauben existiert in vier Bereichen der Wirtschaftspolitik 1) Anti-Market-Bias: Die Leute verstehen das Konzept der „unsichtbaren Hand&#8221; des Marktes nicht. Die Verfolgung von privaten Interessen liegt oftmals im öffentlichen interesse. <span id="more-1139"></span>2) Anti-Ausländer-Bias: Freihandel und Immigration wird abgelehnt. Dabei bringt Interaktion mit Ausländern wirtschaftlichen Nutzen und ist für eine Gesellschaft befruchtend. 3) Make-work-Bias: Annahme, dass wirtschaftliches Wohlergehen auf Erwerbstätigkeit und nicht auf effizienter Produktion beruht. Wirtschaftswachstum kommt von Produktivitätszuwachs. Strukturwandel führt zur temporären Freilegung von Jobs, gleichzeitig werden neue kreiert, die sozial wertvoller sind. 4) Pessimismus-Bias: Die guten alten Zeiten waren schon immer besser. Doch in Wahrheit ist der Lebensstandard heute viel höher &#8211; und steigt weiter. Caplan liefert mit einem interessanten Datensatz überzeugende Argumente, dass Ökonomie nicht ein Mittel ist, um ein ideologisches Programm zu verfolgen. Im Gegensatz zur populären Auffassung (ein weiterer Irrglaube!) beschäftigen sich Ökonomen am meisten mit Marktversagen (öffentliche Güter, Externalitäten, Monopol, unvollständige Konkurrenz&#8230;). Er plädiert dafür, mehr auf Märkte und weniger auf Demokratie zu setzen. Und für Wissenschafter hat er einen Tipp: Mit einem Buch hat man manchmal mehr Einfluss als mit einem Journal-Artikel.</p>
<p><strong><a title="Stumbling on happiness" href="http://www.amazon.com/Stumbling-Happiness-Daniel-Gilbert/dp/1400077427/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1281000052&amp;sr=1-1" target="_blank">„Stumbling on Happiness“</a> von Daniel Gilbert (2007): </strong></p>
<p>Wissen Sie, was Sie glücklich macht? Der Psychologe Gilbert zeigt in diesem Buch über Kognitionswissenschaft, dass Sie meinen es zu wissen, sich aber immer wieder irren (und das ist generell besser für unsere mentale Gesundheit). Er unterlegt sein Argument mit vielen Studien, ist ein brillanter Schreiber und witziger Unterhalter. Z.B:</p>
<p>„When we have an experience…on successive occassions, we quickly begin to adapt to it, and the experience yields less pleasure each time. Psychologists calls this habituation, economists call it declining marginal utility, and the rest of us marriage.”</p>
<p>Der Mensch ist das einzige Tier, das an die Zukunft denkt und sie planen kann. Wir können aber nicht voraussagen, was uns glücklich macht, weil wir uns verändern (machen Sie deshalb kein Tattoo von ihrer Jugendliebe). Ereignisse, auf die wir uns riesig freuen, machen uns am Ende oft weniger glücklich, als wir dachten. Retrospektiv beurteilen wir die Vergangenheit falsch – unangenehme  Dinge erscheinen weniger unangenehm (deshalb z.B. bekommen Frauen ein zweites Kind; im Übrigen: Kinder machen Sie weniger glücklich, als Sie denken – und wirken wie Heroin).</p>
<p>Einen Gilbert wünschen Sie sich an jeder Abendeinladung. Hier ein<a title="Interview Gilbert" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-48046199.html" target="_blank"> Interview mit ihm</a>.</p>
<p><strong><a title="Atlas shrugged" href="http://www.amazon.com/Atlas-Shrugged-Ayn-Rand/dp/0452011876/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1281003462&amp;sr=1-1" target="_blank">„Atlas Shrugged“</a> von Ayn Rand (1957):</strong></p>
<p>Dieser Roman  - nach Sten Nadolny, Autor von &#8220;<a title="Die Entdeckung der Langsamkeit" href="http://www.amazon.de/Die-Entdeckung-Langsamkeit-Sten-Nadolny/dp/3492207006/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1281013951&amp;sr=8-1" target="_blank">Die Entdeckung der Langsamkeit</a>&#8220;, ein Ziegelstein und Schlachtschiff &#8211; hat bei amazon.com mehr Besprechungen als die Bibel (2‘110)  und ist nach einer Umfrage vom Library of Congress (1991) in Amerika neben der Heiligen Schrift das nächste Buch mit dem grössten Einfluss auf das Leben seiner Leserschaft– in Europa ist es weniger einflussreich und bekannt. Seit der Finanzkrise (und den vielen Staatseingriffen) hat er ein Revival erfahren und verkauft sich (wieder) wie warme Brötchen (englischsprachige Ausgabe im 2007: 185&#8242;000 verkaufte Exemplare; weltweit hat es sich total in zweistelliger Millionenhöhe verkauft). Ayn Rand setzt sich darin für einen strikten „laisser-faire“-Kapitalismus ein und präsentiert eine antikommunistische, antigewerkschaftliche, antibürokratische und antialtruistische Botschaft. Entrepreneure und produktive Kräfte werden vom (parasitären) Kollektiv ausgebeutet &#8211; durch die Hilfe einer Garde von Politikern. Würde man die produktiven, schöpferischen Unternehmer in Ruhe und Freiheit arbeiten lassen, würde das Land prosperieren. Was würde passieren, wenn die Wertschöpfer in einen Streik treten? Rand&#8217;s Leitmotiv: „I swear by my life and my love of it that I will never live for the sake of another man, nor ask a man to live for mine.”  Sie entwickelt eine krude Philosophie (Ideologie) namens Objektivismus und die Romanfiguren sind flach gezeichnet, aber nur wenige können sich der Anziehungskraft dieses Buches widersetzen. Der ehemalige amerikanische Notenbankchef Alan Greenspan war einer von Rand’s Anhängern. „Who is John Galt?&#8221;</p>
<p><strong><a title="Presentation Zen design" href="http://www.amazon.com/Presentation-Zen-Design-Principles-Presentations/dp/0321668790/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1281000106&amp;sr=1-1" target="_blank">„Presentation Zen Design – Simple design techniques to enhance your presentations&#8221;</a> von Garr Reynolds (2009):</strong></p>
<p>Tod durch Power-Point, Slides voller Text und Nummerierungspunkte – das muss nicht sein. Garr Reynolds zeigt (auf sehr amerikanische Weise), wie man interessante Präsentationen macht und Power Point richtig nutzt.</p>
<p><strong><a title="The wages of destruction" href="http://www.amazon.com/Wages-Destruction-Making-Breaking-Economy/dp/0143113208/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1281000171&amp;sr=1-1" target="_blank">„</a></strong><strong><a title="The wages of destruction" href="http://www.amazon.com/Wages-Destruction-Making-Breaking-Economy/dp/0143113208/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1281000171&amp;sr=1-1" target="_blank">The Wages of Destruction: The making and breaking of the Nazi economy”</a> von Adam Tooze (2008):</strong></p>
<p>Bücher und Fernsehsendungen über das Dritte Reich sind inflationär und häufig schlecht (obwohl die Welle langsam abklingt) &#8211; bei Büchern zur Finanzkrise erleben wir dasselbe. Dieses Buch ist aber ein Stück brillante Wirtschaftsgeschichte und füllt eine Lücke.</p>
<p><strong><a title="Schrumpfende Gesellschaft" href="http://www.amazon.de/Schrumpfende-Gesellschaft-Bev%C3%B6lkerungsr%C3%BCckgang-seinen-Folgen/dp/3518124064/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1281000244&amp;sr=8-1" target="_blank">„Schrumpfende Gesellschaft – vom Bevölkerungsrückgang und seinen Folgen&#8221;</a> von Franz-Xaver Kaufmann (2005):</strong></p>
<p>Das Altern und der Rückgang der Bevölkerung in vielen Industrienationen sind hochaktuell. Der Soziologe Kaufmann legt ein Referenzwerk vor.</p>
<p><strong><a title="Ökonomie 2.0" href="http://www.amazon.de/%C3%96konomie-2-0-99-%C3%BCberraschende-Erkenntnisse/dp/3791026356/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1281001768&amp;sr=8-1" target="_blank">„Ökonomie 2.0 – 99 überraschende Erkenntnisse“</a> von Norbert Häring und Olaf Storbeck (2007):</strong></p>
<p>In diesem Buch wird (mehr oder weniger) aktuelle Forschung der Wirtschaftswissenschaften präsentiert. Der Überblick ist zwar selektiv, aber lesenswert und gut verständlich. Es ist in gewissem Sinne die deutsche Antwort auf die amerikanischen PopEcon-Bücher (à la Freakonomics) &#8211; wer es mag, mag es, wer nicht, nicht.</p>
<p><strong><a title="Deutsch für Profis " href="http://www.amazon.de/Deutsch-f%C3%BCr-Profis-Illustriert-Murschetz/dp/3442161754/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1281111609&amp;sr=8-2" target="_blank">&#8220;Deutsch für Profis &#8211; Wege zu gutem Stil&#8221;</a> von Wolf Schneider (2001)</strong></p>
<p>Dieses Buch ist empfehlenswert, wenn man seinen deutschen Schreibstil verbessern will. Störend sind allein die besserwisserische Art und die ständigen Seitenhiebe gegen den &#8220;Spiegel&#8221; (der Autor war Leiter der Hamburger &#8220;Stern&#8221;-Journalistenschule). Die anderen Bücher von Wolf Schneider kenne ich nicht (ob diese Sequels  wie so oft nicht das Original herankommen, sondern vor allem Cash Cows sind?).</p>
<p><strong><a title="Reckoning with risk" href="http://www.amazon.com/Reckoning-Risk-Learning-Live-Uncertainty/dp/0140297863/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1281000439&amp;sr=1-1" target="_blank">„Reckoning with Risk – Living in world with uncertainty&#8221;</a> von Gerd Gigerenzer (2003):</strong></p>
<p>Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung  stellt viele vor Probleme und wird häufig missbraucht – in einer Welt der Unsicherheit ist ein Verständnis davon aber immer wichtiger. Gigerenzer präsentiert dies überzeugend und liefert viele reale Beispiele (vor allem aus der Medizin). Bevor Sie sich als Frau für eine Mammografie entscheiden, lesen Sie dieses Buch – aber auch sonst.</p>
<p><strong>An Buchverlage</strong>: Wenn sie uns Bücher im Themenbereich Volkswirtschaftslehre (weit gefasst) zusenden (auch Lehrbücher, Romane), schreiben wir für Sie hier eine Rezension (inkl. Verklinkung zu ihrer Seite; Adresse: <a title="Adresse SEW-HSG" href="http://www.sew.unisg.ch/org/sew/web.nsf/wwwPubInhalteGer/Das+SEW+Institut?opendocument" target="_blank">SEW-HSG</a>, zuhanden Lukas Schwank). Für das Ergebnis garantieren wir natürlich nicht.</p>
<p>Wir freuen uns auch über Büchertipps von Leserinnen und Lesern!</p>
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		<title>EU ist auch ohne Euro zu haben</title>
		<link>http://www.batz.ch/2010/07/eu-ist-auch-ohne-euro-zu-haben/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 11:59:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LukasS</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Marius Brülhart
Über die Vor- und Nachteile eines allfälligen EU-Beitritts der Schweiz kann man sich streiten, aber eine Preisgabe des Schweizer Frankens wäre zweifellos ein ökonomisches Eigentor. Kürzlich hat Avenir Suisse daher das Szenario EU-Beitritt-ohne-Euro-Beitritt zur Diskussion gestellt. Diese Option wurde darauf hin von verschiedenen Seiten als völlig unrealistisch abgetan. Dass die Europäische Kommission via Michael Reiterer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Marius Brülhart</em></p>
<p>Über die Vor- und Nachteile eines allfälligen EU-Beitritts der Schweiz kann man sich streiten, aber eine Preisgabe des Schweizer Frankens wäre zweifellos ein ökonomisches Eigentor. Kürzlich hat <span style="color: #000000;"><a href="http://www.avenir-suisse.ch/de/viewPublication/content/themen/effizienz-der-institutionen/menuItem/info/souveraenitaet.html" target="_blank">Avenir Suisse</a></span><span style="color: #000000;"><a href="http://www.avenir-suisse.ch/de/viewPublication/content/themen/effizienz-der-institutionen/menuItem/info/souveraenitaet.html" target="_blank"> </a>daher </span>das Szenario EU-Beitritt-ohne-Euro-Beitritt zur Diskussion gestellt. Diese Option wurde darauf hin von verschiedenen Seiten als völlig unrealistisch abgetan. Dass die Europäische Kommission via <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Gibt-es-den-EUBeitritt-nur-im-Doppelpack-mit-dem-Euro/story/23316143" target="_blank">Michael Reiterer</a> vorerst einmal auf alles oder nichts pocht, ist nicht erstaunlich. Wenn jedoch sogar die <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/das_a-la-carte-angebot_in_bruessel_ist_beschraenkt_1.6908006.html" target="_blank">NZZ</a> darauf verweist, dass der Lissabonner Vertrag „keine Möglichkeit einer Ausnahme für neue Mitglieder andeutet“, und <a href="http://www.nzz.ch/blogs/nzz_votum/europa_debatte/das_sind_die_wirtschaftlichen_nachteile_des_eu-beitritts_1.6924996.html" target="_blank">economiesuisse</a> in die gleiche Kerbe haut, dann kann der Spielraum tatsächlich eng erscheinen.</p>
<p>Aber was sagt denn der Lissabonner Vertrag wirklich zu dieser Frage?</p>
<p>Der <a href="http://bookshop.europa.eu/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/EU-Bookshop-Site/de_DE/-/EUR/ViewPublication-Start?PublicationKey=FXAC08115" target="_blank">Vertrag über die Europäische Union</a> geht davon aus, dass jedes Mitgliedland den Euro übernehmen will. Er sieht daher nur Hürden für Euro-Willige vor aber keine Sanktionen für Euro-Muffel. Eine dieser Hürden (sprich „Konvergenzkriterien“) ist wiefolgt formuliert:</p>
<p>„<em>Einhaltung der normalen Bandbreiten des Wechselkursmechanismus des Europäischen Währungssystems seit mindestens zwei Jahren ohne Abwertung gegenüber dem Euro</em>“ (Art. 140.1).</p>
<p>Eine formelle Einbindung in den Wechselkursmechanismus ist somit eine unabdingbare Vorbedingung. Der Vertrag sagt jedoch nirgends, dass der Beitritt zu diesem System obligatorisch sei. Ganz im Gegenteil. Als der Wechselkursmechanismus 1997 in seiner heutigen Form ins Leben gerufen wurde, hielt der Europäische Rat, das oberste Gremium der EU, in einer rechtskräftigen „<a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:31997Y0802(03):DE:HTML" target="_blank">Entschliessung</a>“ Folgendes fest:</p>
<p>„<em>Die Teilnahme an dem Wechselkursmechanismus ist für die nicht dem Euro-Währungsgebiet angehörenden Mitgliedstaaten freiwillig. Allerdings kann von den Mitgliedstaaten, für die eine Ausnahmeregelung gilt, erwartet werden, dass sie sich an dem Mechanismus beteiligen. Ein Mitgliedstaat, der sich nicht von Anfang an an dem Wechselkursmechanismus beteiligt, kann dies zu einem späteren Zeitpunkt tun</em>.“ (Art 1.6)</p>
<p>Mitmachen ist also freiwillig – „Erwartungen“ hin oder her.</p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sweden_and_the_euro" target="_blank">Schweden</a> hält auf dieser Regel beruhend an seiner Krone fest, seit das Stimmvolk einen Euro-Beitritt 2003 abgelehnt hat. Und dass der Euro erst nach dem schwedischen EU-Beitritt eingeführt wurde, hat mit der währungspolitischen Toleranz gegenüber Schweden nichts zu tun, denn die Euro-Regeln waren bereits 1991 in Maastricht festgelegt worden, vier Jahre vor dem schwedischen EU-Beitritt.</p>
<p>Eine EU-Mitgliedschaft der Schweiz unter Beibehaltung des Frankens wäre also absolut möglich. Auch ein solcher „Beitritt Light“ stellt zur Zeit allerdings kaum unsere beste Option dar. Es wäre jedoch zu wünschen, dass sich die helvetische Europadiskussion vermehrt um die real existierende EU drehen möge.</p>
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		<title>Batz macht keine Ferien</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 23:25:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Monika Bütler und Urs Birchler
In den kommenden vier Wochen werden wir versuchen, nicht an Wirtschaft und Politik zu denken. An unserer Stelle batzen in dieser Zeit Inke Nyborg und Lukas Schwank. Inke und Lukas haben schon bisher aus dem Hintergrund mit Ideen und Betreuung von Beiträgen tatkräftig mitgewirkt. Jetzt übernehmen sie bis im August das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Monika Bütler und Urs Birchler</em></p>
<p>In den kommenden vier Wochen werden wir versuchen, nicht an Wirtschaft und Politik zu denken. An unserer Stelle batzen in dieser Zeit Inke Nyborg und Lukas Schwank. Inke und Lukas haben schon bisher aus dem Hintergrund mit Ideen und Betreuung von Beiträgen tatkräftig mitgewirkt. Jetzt übernehmen sie bis im August das Kommando. Wir wünschen den beiden und unseren Lesern viel Spass!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Cassandra&#8217;s Fluch</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 13:37:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LukasS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Monika Bütler
Mein Kollege Martin Kolmar &#8211; Professor für angewandte Mikroökonomik an der Universität St. Gallen &#8211; schreibt in einem Gastkommentar im Tages-Anzeiger über die Gefahren von Stellungsnahmen nahmhafter Experten zu  Szenarien der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung und die Rolle von selbsterfüllenden und -zerstörenden Prophezeiungen.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Monika Bütler</em></p>
<p>Mein Kollege Martin Kolmar &#8211; Professor für angewandte Mikroökonomik an der Universität St. Gallen &#8211; schreibt in einem <a title="Gastkommentar Tagi Martin Kolmar" href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Die-Tragoedie-des-glaubwuerdigen-Experten/story/21026092" target="_blank">Gastkommentar im Tages-Anzeiger </a>über die Gefahren von Stellungsnahmen nahmhafter Experten zu  Szenarien der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung und die Rolle von selbsterfüllenden und -zerstörenden Prophezeiungen.</p>
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		<title>Imaginärer Steuerwettbewerb</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 22:21:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Marius Brülhart
Es begann in Schaffhausen, anno 1991. Das Stimmvolk beschloss, direkte Nachkommen fortan von der Erbschaftssteuer zu befreien und auch die Steuersätze auf weniger direkt verwandte Erben stark zu reduzieren. Somit war der erste Dominostein gefallen. Die meisten Kantone haben nachgezogen: St. Gallen 1997, Zürich und Aargau 1999, Bern und Genf 2004. Nur in drei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A:link { color: #0000ff } --></p>
<p lang="de-CH"><span style="font-size: small;"><em>Marius Brülhart</em></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Es begann in </span>Schaffhausen, anno 1991. Das Stimmvolk beschloss, direkte Nachkommen fortan von der Erbschaftssteuer zu befreien und auch die Steuersätze auf weniger direkt verwandte Erben stark zu reduzieren. Somit war der erste Dominostein gefallen. Die meisten Kantone haben nachgezogen: St. Gallen 1997, Zürich und Aargau 1999, Bern und Genf 2004. Nur in drei Kantonen zahlen Töchter und Söhne heutzutage noch Erbschaftssteuern (Appenzell Innerrhoden, Neuenburg und Waadt).</p>
<p><span style="font-size: small;">In einem neuen </span><span style="color: #0000ff;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.hec.unil.ch/deep/textes/10.04.pdf"><span style="font-size: small;">Forschungspapier</span></a></span></span><span style="font-size: small;"> mit meinem Mitarbeiter Raphaël Parchet zeige ich aufgrund der jeweiligen Abstimmungsbroschüren, dass die Diskussion in all diesen Entscheiden von einem Argument dominiert wurde: dem Steuerwettbewerb. Wenn man die Erbschaftssteuern nicht auch senken würde, so wurde behauptet, dann verlöre man begüterte Steuerzahler an die Kantone, in welchen reiche Erben weniger streng zur Kasse gebeten werden. Die Logik dieses Arguments scheint bestechend, doch es wurde bislang keiner systematischen Prüfung unterzogen.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Wir haben nun mittels statistischer Schätzungen den postulierten Zusammenhang zwischen der Höhe von Erbschaftssteuern und der Wohnsitzwahl begüterter älterer Menschen ausfindig zu machen versucht. Unser Resultat ist rasch zusammengefasst: Wir finden keinen solchen Zusammenhang in den Schweizer Daten. Zudem stellen wir fest, dass die Steuereinkommen der Kantone nach Senkung ihrer Erbschaftssteuersätze langfristig schrumpfen und somit nicht durch Neuzuzüge reicher Erblasser wettgemacht werden. Es ist also nicht erstaunlich, dass die Steuersenkungsspirale mit einem starken Rückgang der entsprechenden Steuereinnahmen einherging (s. Grafik).</span></p>
<p><a href="../wp-content/uploads/Steuerwettbewerb.jpg"><img title="Steuerwettbewerb" src="../wp-content/uploads/Steuerwettbewerb.jpg" alt="" width="614" height="461" /></a></p>
<p lang="de-CH">
<p><span style="font-size: small;">Die Senkungen der kantonalen Erbschaftssteuern erwuchsen kaum einem Sachzwang durch den Steuerwettbewerb. Ob die Stimmbürger einer zynischen Propaganda unterlagen, oder ob sich die Meinungsführer ganz einfach in ihrer Einschätzung der Steuerempfindlichkeit reicher älterer Menschen getäuscht haben, sei dahin gestellt. Es bleibt die Folgerung, dass der tatsächliche Druck des Steuerwettbewerbs nicht unbedingt so stark ist, wie es die intuitive Logik solcher Argumente vermuten lassen könnte.</span></p>
<p lang="de-CH">
<p lang="fr-CH">
]]></content:encoded>
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		<title>NZZ: alles verkehrt</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 08:55:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Urs Birchler
Die NZZ von heute 2. Juli 2010 berichtet auf S. 32 über eine Veranstaltung des KOF zum Thema &#8220;Too Big To Fail&#8221;. Referenten waren Patrick Raaflaub (Direktor der FINMA) und ich. Leider sind meine Ausführungen vollkommen falsch wiedergegeben. Ich greife deshalb zur Notwehr der Gegendarstellung in eigener Sache.
1) Ich habe nicht gesagt, die Kantonalbenken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Urs Birchler</em></p>
<p>Die NZZ von heute 2. Juli 2010 berichtet auf S. 32 über eine Veranstaltung des KOF zum Thema &#8220;Too Big To Fail&#8221;. Referenten waren Patrick Raaflaub (Direktor der FINMA) und ich. Leider sind meine Ausführungen vollkommen falsch wiedergegeben. Ich greife deshalb zur Notwehr der Gegendarstellung in eigener Sache.</p>
<p>1) Ich habe nicht gesagt, die Kantonalbenken der Kantone AI, GL, OW etc. seien die grösseren Risiken im Vergleich zu den Steuereinnahmen als die Grossbanken. Im Gegenteil. Ich habe angegeben, dass die Zahl (BS/Steuereinnahmen) für KB AI 25 beträgt, für CS und UBS aber 27 und 44!</p>
<p>2) Ferner habe ich nicht gesagt, Liquidität und Eigenmittel seien unwichtig. Ich habe gesagt, Liquiditätsvorschriften nützten nichts gegen das TBTF, aber mehr Eigenmittel sei immer besser.</p>
<p>3) Ein internationales Konkursrecht habe ich zwar als Ziel bezeichnet, aber auch angegeben „ich werde das nicht mehr erleben“ (Zitat).</p>
<p>4) Meine Hauptbotschaft war: TBTF ist nur lösbar, wenn die Banken genügende Bestände an Schulden, die im Notfall in Eigenmittel gewandelt werden, ausstehend haben.</p>
<p>5) Ich habe auch gesagt, dass die unentrinnbare Staatsgarantie für Grossbanken die Schweiz irgendwann finanziell ruinieren wird.</p>
<p>6) Und ich habe auch gesagt, und sage es hier noch klarer, dass das von den Behörden verfolgte Konzept der Sollbruchstellen ein Placebo sind.</p>
<p>7) Und auch gesagt habe ich, dass die Idee eines Stabilitätsfonds die schlimmste Idee ist, die überhaupt aufgetischt wurde.</p>
<p>Es geht um ein für die Schweiz existenzielles Problem, darum lag mir daran, diese Punkte richtigzustellen.</p>
<p>Also bitte das NZZ-Abo nicht kündigen, nur kritisch lesen.</p>
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		<title>Eine FIFA für die Notenbanken</title>
		<link>http://www.batz.ch/2010/06/1031/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 09:20:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Notenbanken]]></category>

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		<description><![CDATA[Monika Bütler
FIFA droht Frankreich mit Sanktionen: Die Politik (angeführt von Präsident Nicolas Sarcozy) habe sich in Fussball-interne Fragen eingemischt. Die Unabhängigkeit der Fussballverbände wird bei der FIFA offenbar gross geschrieben. Fussball ist eben wichtig.
Vielleicht bräuchten auch die Notenbanken eine FIFA. Die Notenbanken stehen in der Krise unter ganz besonderem Druck der Politik. Die Europäische Zentralbank [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Monika Bütler</em></p>
<p>FIFA droht Frankreich mit Sanktionen: Die Politik (angeführt von Präsident Nicolas Sarcozy) habe sich in Fussball-interne Fragen eingemischt. Die Unabhängigkeit der Fussballverbände wird bei der FIFA offenbar gross geschrieben. Fussball ist eben wichtig.</p>
<p>Vielleicht bräuchten auch die Notenbanken eine FIFA. Die Notenbanken stehen in der Krise unter ganz besonderem Druck der Politik. Die Europäische Zentralbank hat politischen Wünschen zur Abwehr der &#8220;Spekulation&#8221; gegen einzelne Mitgliedländer der Währungsunion stattgegeben &#8212; gegen den Geist von Währungsvertrag und Stabilitätspakt. Aber kein Sepp Blatter hat sie zurückgepfiffen.</p>
<p>Viel Negatives wurde über die FIFA in letzter Zeit geschrieben. Aber eins muss man ihr lassen. Im entscheidenden Moment weiss sie, was wichtig ist: Dass der Ball rollt &#8212; ohne Ablenkung durch den unsichtbaren Fuss (oder gar die Hand) der Politik.</p>
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