Jedes Jahr vor Weihnachten ist sie wieder da: Die Diskussion um die volkswirtschaftliche Verschwendung des Geschenkemachens. Eigentlich erstaunlich wie sehr sich Journalisten und Leser immer wieder aufregen; es handelt sich doch um ganz private Entscheidungen, die – im Gegensatz zum Rauchen oder Rasen – niemandem weh tun. Noch erstaunlicher ist allerdings, dass sich die meisten Kritiker von Geschenken auf eine Studie des amerikanischen Ökonomen Waldfogel stützen. Die Verschwendung wurde anhand einer Befragung von College Studenten an der Elite Universität Yale gemessen – nicht gerade eine offensichtlich repräsentative Gruppe.
Weshalb ich die Diskussion um die volkswirtschaftliche Verschwendung selber für Zeitverschwendung halte, steht hier. Eine gekürzte Fassung des Aufsatzes erscheint heute als Kolumne in der NZZ am Sonntag.
